Menschen achtsam begleiten – mit fundierten Grundlagen, viel Selbsterfahrung und praktischer Übung.
Die traumasensible Focusing-Basisausbildung verbindet die personzentrierte Grundhaltung nach Carl Rogers mit Focusing nach Eugene Gendlin und einer traumasensiblen Beziehungsgestaltung. Systemische, bindungs- und teileorientierte Perspektiven ergänzen diesen Ansatz.
Das aktuelle Ausbildungskonzept umfasst acht aufeinander aufbauende Module, vorgesehen als Ausbildungswochenenden. Es richtet sich besonders an Menschen, die therapeutisch, beratend oder im psychosozialen Bereich arbeiten oder sich dafür qualifizieren.
Im Mittelpunkt steht das eigene Erleben: Die Teilnehmenden üben wiederholt in wechselnden Rollen als Therapeut, Klient und beobachtende, Rückmeldung gebende Begleitung. Ich begleite diese Übungsprozesse fachlich. Selbsterfahrung, gemeinsame Reflexion und das behutsame Entwickeln einer eigenen therapeutischen Haltung ziehen sich durch die gesamte Ausbildung.
Die acht Ausbildungsmodule
Focusing, personzentrierte Beziehungsgestaltung und traumasensibles Arbeiten ziehen sich durch die gesamte Ausbildung. Jedes Wochenende verbindet kurze Theorieimpulse mit viel Selbsterfahrung, praktischer Übung und gemeinsamer Reflexion.
1. Personzentrierte Haltung, Beziehung und Kontakt
Empathie, Wertschätzung und Echtheit bilden die Grundlage unserer Arbeit. Wir üben, wirklich zuzuhören, die eigene Resonanz wahrzunehmen und zwischen Wahrnehmung und Interpretation zu unterscheiden. Auch Nähe, Distanz und persönliche Grenzen werden erfahrbar.
2. Focusing, Felt Sense und Freiraum
Wir lernen, dem körperlich gespürten, oft noch unklaren Erleben einer Situation Aufmerksamkeit zu schenken. Dabei erkunden wir, wie innerer Freiraum entstehen kann und sich aus dem Erleben heraus Worte, Bilder und stimmige nächste Schritte entwickeln können.
3. Zuhören und therapeutische Gesprächsführung
Wie können unsere Antworten den eigenen Prozess des Gegenübers unterstützen? Wir vertiefen das achtsame Zuhören, Zurücksagen, Spiegeln und Verbalisieren emotionalen Erlebens. Ebenso erkunden wir die Wirkung von Fragen, Pausen und nonverbaler Kommunikation.
4. Traumasensibel begleiten – Sicherheit, Regulation und Autonomie
Wir beschäftigen uns mit Grundlagen zu Trauma und möglichen Traumafolgen. In praktischen Übungen lernen wir, Stresssignale wahrzunehmen, Orientierung und Ressourcen zu unterstützen sowie Tempo, Grenzen und Wahlmöglichkeiten zu beachten.
5. Bindung, Beziehung und Resonanz
Bindungsorientierte Perspektiven helfen uns, Nähe, Verletzlichkeit und Schutzstrategien besser zu verstehen. Wir üben feinfühlige Abstimmung und beschäftigen uns damit, wie Missverständnisse und Brüche im therapeutischen Kontakt wahrgenommen und gemeinsam bearbeitet werden können.
6. Systemisch und lösungsorientiert erweitern
Wir weiten den Blick auf Beziehungen, Lebenskontexte und Wechselwirkungen. Perspektivwechsel, systemische Fragen und die Suche nach Ressourcen eröffnen zusätzliche Handlungsmöglichkeiten. Dabei bleibt Raum für das, was schwierig oder schmerzhaft ist.
7. Innere Anteile und festgewordene Muster
Wir erkunden innere Konflikte und wiederkehrende Schutz- und Bewältigungsstrategien. Perspektiven aus der Teilearbeit und Gestalttherapie werden mit Focusing verbunden. Im Mittelpunkt stehen ein verstehender Kontakt mit diesen inneren Seiten und die Möglichkeit neuer Beweglichkeit.
8. Integration und therapeutische Persönlichkeit
Längere Übungssequenzen, Fallreflexion und Supervision führen die Erfahrungen der Ausbildung zusammen. Wir beschäftigen uns mit der eigenen therapeutischen Haltung, mit Werten, Sinn, Selbstfürsorge und Grenzen. Auch Achtsamkeit und spirituelle Erfahrung können als Hintergrund von Präsenz und Mitgefühl einfließen.
Wie wir gemeinsam lernen
An allen Wochenenden üben die Teilnehmenden wiederholt in wechselnden Rollen als Therapeut, Klient und Supervisor. Die supervisorische Übungsrolle dient dem Beobachten und Rückmelden; ich begleite die Prozesse fachlich.
Persönliche Selbstoffenbarung bleibt freiwillig. Wahlmöglichkeiten, Pausen und das Recht, eine Übung zu beenden, gehören selbstverständlich dazu. Innerhalb des gemeinsamen Rahmens bleibt Raum für die Fragen, Erfahrungen und Lernprozesse der jeweiligen Gruppe.
Ausblick und Interesse
Die nächste Durchführung möchte ich in Kooperation mit einer geeigneten Bildungseinrichtung gestalten. Ein Beginn steht derzeit noch nicht fest.
Wenn Sie sich für eine Teilnahme interessieren, können Sie sich gerne unverbindlich bei mir melden. Auf Wunsch informiere ich Sie, sobald Ort und Termine feststehen.
Auch mit Instituten, die die Ausbildung in ihr Programm aufnehmen möchten, komme ich gerne ins Gespräch. Für die praktischen Übungsphasen benötigen wir insgesamt mindestens drei, je nach Gruppengröße vier getrennt nutzbare, ruhige Räume.
Kontakt: kontakt@focusing-igf-berlin.de
Ich freue mich über Ihr Interesse!
Oliver Kreim
Heilpraktiker · Gesprächs- und Focusingtherapeut · Focusing-Trainer
